Impulsentladestrom für Klasse I Prüfung imp
Der Impulsentladungsstrom, der durch das zu prüfende Gerät (SPD) fließt, wird durch den Scheitelwert Iimp, die Ladung Q und die spezifische Energie W/R definiert. Der Impulsstrom darf keine Polaritätsumkehr aufweisen und muss Iimp innerhalb von 50 µs erreichen. Die Übertragung der Ladung Q muss innerhalb von 5 ms erfolgen und die spezifische Energie W/R muss innerhalb von 5 ms abgebaut sein.
Die Impulsdauer darf 5 ms nicht überschreiten
Bevorzugte Werte des Impulsentladungsstroms Iimp für SPD der Klasse I Iimp: 1, 2, 5, 10, 12,5, 20 und 25 kA
spezifische Energie für Klasse I-Test W/R
Energie, die durch einen Einheitswiderstand von 1 Ώ mit dem Impulsentladestrom Iimp abgeführt wird
HINWEIS: Dies entspricht dem Zeitintegral des Quadrats des Stroms (W/R = ∫ i 2 dt).
Q (As) und W/R (kJ/W) für gegebene Werte von Iimp (kA).
Q = Iimp × a, wobei a = 5 × 10-4 s
W/R = Iimp2 xb, wobei b = 2.5 × 10-4 s

Die Norm IEC 62305 definiert „Schutzstufen“ als bestimmte Kategorien von Blitzschutzsystemen, die jeweils ein unterschiedliches Maß an Sicherheit und Wirksamkeit bieten.
Blitzschutzstufe LPL
Zahl, die sich auf einen Satz von Blitzstromparameterwerten bezieht, die für die Wahrscheinlichkeit relevant sind, dass die zugehörigen maximalen und minimalen Auslegungswerte bei natürlich auftretenden Blitzen nicht überschritten werden.
IEC 62305-2 definiert 4 Stufen: I, II, III und IV
Die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von Blitzen mit minimalen oder maximalen Stromparametern außerhalb des für LPL I definierten Wertebereichs beträgt weniger als 2 %.
Die Maximalwerte der für LPL I relevanten Blitzstromparameter werden für LPL II auf 75 % und für LPL III und IV auf 50 % reduziert (linear für I, Q und di/dt, aber quadratisch für W/R). Die Zeitparameter bleiben unverändert.

Es wird angenommen, dass 50 % dieses Stroms über das Erdungssystem des Gebäudes geleitet werden und 50 % über die SPDs mit Potentialausgleich zurückfließen, die an ein Stromverteilungssystem mit drei Leitern und Neutralleiter angeschlossen sind. Es wird auch angenommen, dass keine zusätzliche leitende Versorgung vorhanden ist. Dies bedeutet, dass der Anteil der anfänglichen 200 kA Entladung, die jedes SPD erfährt, 25 kA beträgt. (IEC 62305-2)
